Die großen Treiber des Wandels

Welche das in der Sozialwirtschaft sind, welche Themen uns beschäftigen und weshalb Heilpädagog*innen, die perfekten Vermittler*innen im Sinne von lernenden Organisationen sind, erfahren Sie in diesem Beitrag:


Was bedeutet Zukunftsorientierung für soziale Arbeitsfelder?


Vermutlich gibt es hierauf so viele Antwortmöglichkeiten, wie Strömungen... Zukunftsforscher*innen haben in Metastudien[1] 12 Megatrends herausgearbeitet, die übergeordnet unsere Gesellschaft und damit auch soziale Arbeitsfelder beeinflussen.


Megatrends benennen Veränderungsdynamiken und unterstützen dabei die Komplexität zu reduzieren, um diese greifbar zu machen.


Für die Innovation HP+, die Fachschule für Heilpädagogik in Schwäbisch Hall, ist es die Aufgabe der Weiterbildung diese Trends zu analysieren, zu bewerten und entsprechendes Wissen zu vermitteln, um Fachkräfte zu befähigen Kompetenzen für morgen aufzubauen.


Bevor wir uns die „Kompetenzen für morgen“ anschauen, beleuchten wir kurz den Begriff der „Heilpädagogik“. Denn noch immer wird dieser oft missverständlich mit „heilen“ in Verbindung gebracht.


Heilpädagogik bedeutet ganzheitliche Entwicklungsbegleitung


Heilpädagogik ist eine eklektische Wissenschaft, die sich aus der Psychologie, Pädagogik, Medizin, Didaktik, Rechtskunde und Soziologie speist. Das Ziel ist es, Menschen in ihrer Entwicklung ganzheitlich zu unterstützen. Das „Heil“ bezieht sich auf „ganz“ und bringt die Ganzheitlichkeit zum Ausdruck, die die Heilpädagogik kennzeichnet. Heilpädagog*innen sind pädagogisch und therapeutisch tätig. Im vielfältigen sozialen Arbeitsfeldern sind Heilpädagog*innen wichtige Stützen, um Menschen ganzheitlich zu fördern, das Umfeld, sowie Kolleg*innen zu beraten, weiterzubilden oder zu führen.


Um Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen, sowie Jugend- und Heimerzieher*innen zukunftsorientiert weiterzubilden, hat die HP+ ein zukunftsorientiertes Konzept aufgestellt, um „Kompetenzen für morgen“ entwickeln und in Organisationen hineintragen zu können.


Da Heilpädagog*innen in sämtlichen Bereichen des Sozialwesens tätig sind, sind sie die perfekte Zielgruppe, um im Sinne einer lernenden Organisation, Wissen weiterzutragen.


Werfen wir einen Blick auf die Megatrends des 21. Jahrhunderts:


· Gendershift (Geschlechterstereotype und Rollenmuster werden aufgebrochen)

Wir können uns in unserem eigenen Verhalten und Erziehungsverhalten reflektieren und sensibilisieren für Diversität und Genderfragen. Die HP+ hinterfragt zum Beispiel den Umstand, dass in sozialen Arbeitsfeldern überwiegend Frauen tätig sind, doch mehrheitlich Männer führen.

Deshalb ist das Weiterbildungsangebot der HP+ in einer Mischung aus Online- und Präsenzlehre konzipiert, so dass auch Menschen in Elternschaft sich weiterbilden können. Zudem gibt es die Wahlschwerpunkte Bildung, Beratung und Führung, um sich auf die spätere Funktion wirklich gut vorbereiten zu können. Damit möchte die HP+ auch einen Beitrag leisten Frauen zu fördern Führungspositionen einnehmen zu können.


Gefragte Kompetenz (u.a.): Fachkräfte in sozialen Arbeitsfeldern berücksichtigen sensibel Identitätsfragen, reflektieren Genderstereotype und entwickeln Bildungsangebote, die frei von festen Rollenmustern und Diskriminierungen sind.


· Gesundheit (zentral für unsere Lebensqualität, wirkt sich auf alle Bereiche aus)

Themen wie Selbstfürsorge dürfen in sämtlichen Bereichen sozialen Arbeitens, gestärkt werden. Wie wir mit uns selbst umgehen, prägt (junge) Menschen (Stichwort Lernen am Modell) und wirkt sich gesamtgesellschaftlich aus. Die HP+ zeigt Strukturen und Inhalte zur gesunden Lehre und gesunden Führung.


Gefragte Kompetenz (u.a.): Fachkräfte in sozialen Arbeitsfeldern achten ihre eigene Gesunderhaltung, wenden Bewältigungsstrategien an, sind Vorbild und Unterstützer*innen der Gesundheit ihrer Klient*innen, sowie beraten entsprechend deren Umfeld.


· Globalisierung (Zusammenwachsen der Weltbevölkerung)

Egal ob mit Klient*innen, Mitarbeitenden oder in internationalen Projekten: auch in der Sozialwirtschaft gewinnt dieser Bereich an Bedeutung. Themen wie kulturelle Diversität, Migration und Inklusion werden in der Weiterbildung zur Heilpädagog*in der HP+ behandelt.


Gefragte Kompetenz (u.a.): Fachkräfte in sozialen Arbeitsfeldern agieren bedürfnisorientiert, sowie kultursensibel im Umgang mit anderen Menschen und werben aktiv für gegenseitiges Verständnis.


· Konnektivität (Vernetzung auf Basis digitaler Infrastrukturen)

Vernetzte Kommunikationstechnologien beeinflussen unser gesellschaftliches Leben, Zugangs- und Kommunikationswege zu Klient*innen und wie wir miteinander arbeiten. Die Konnektivität hat im Kern zur Folge, dass Wettbewerbsstrukturen und Konkurrenzen aufgebrochen werden, um gemeinsam ein höheres Ziel zu erreichen.


So arbeitet die HP+ mit dem Wissensnetzwerk eEmpower zusammen, dass genau das macht: Personen, Akademien, Organisationen im Sozialwesen miteinander zu vernetzen, um sich auf der Basis von Wissen gegenseitig zu stärken und zu befähigen wiederum andere Menschen zu befähigen.


Save the date: am 07., 08., 09.01.22 findet das Vielfalt Summit statt mit den Schwerpunkten: Bildung, Beratung, Führung.


> hier kostenlos anmelden


Gefragte Kompetenz (u.a.): Fachkräfte in sozialen Arbeitsfeldern vernetzen sich aktiv zu fachlichen Inhalten, entwickeln diese weiter und unterstützen sich gegenseitig in ihrer Entwicklung.


· Individualisierung (Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung)

Das Feld in dem wir Menschen im Sozialwesen unterstützen können ist sehr breit. Die unterschiedlichsten Schwerpunkte können zu den eigenen Potentialen und Interessen passen. Es gilt nicht nur die eigene Persönlichkeit zu kennen und zu entwickeln, sondern auch Fähigkeiten zu erwerben andere Menschen in ihren Potentialen zu stärken, um individuelle Wege beschreiten zu können, die wirklich dem eigenen Wesen entsprechen.


Eines unserer Lieblingszitate von Oscar Wilde:

„Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung! Sowie – damit verbunden – die möglichst umfassende Ausschöpfung der individuell gegebenen Möglichkeiten und Talente.“


Dazu bietet die HP+ das passende Handwerkszeug.


Gefragte Kompetenz (u.a.): Fachkräfte in sozialen Arbeitsfeldern kennen ihre eigenen Potentiale, setzen ihre Fähigkeiten gezielt und strategisch ein, um junge Menschen in der Entfaltung ihrer Selbst zu unterstützen.


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Weiterführende Informationen


Zukunftsorientierung: www.zukunftsinstitut.de

Heilpädagogik: www.innovation-hpplus.com

Bildungsangebote für das Sozialwesen: www.innovation-eempower.com

[1] Siehe www.zukunftsinstitut.de


Teil zwei lesen Sie kommenden Monat zum 15.

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