Was brauchen junge Führungskräfte heute?

Hergen Sasse unterrichtet an der HP+ Deeskalation. Gemeinsam mit Rebekka Asbach hat er die Leadership Academy gegründet, die junge Führungskräfte am Beginn Ihrer Tätigkeit begleitend unterstützt.


Junge Führungskräfte: Was müssen sie eigentlich alles können?


Was Rebekka Asbach und Hergen Sasse dazu sagen:


Grundsätzlich lässt sich sagen, dass junge Führungskräfte in allen Bereichen das Gleiche benötigen - egal ob wir uns in einer Kindertagesstätte befinden oder in einem großen Unternehmen.

Das Stichwort ist hier: Soft-Skills. So handelt es sich hierbei unter anderem um die Bereiche Kommunikation, Konflikte, Achtsamkeit, Gesundheit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit sowie Organisation und Selbstmanagement.

Diese Fähigkeiten finden wir im Vergleich zu Hard-Skills (Abschluss, Fremdsprachen, PC-Kenntnisse etc.) nicht unbedingt in Ausbildungen, wie zum Beispiel dem Fachwirt/ der Fachwirtin, sind jedoch im beruflichen Alltag existenziell.



Hier kann als weiteres Beispiel die Personalführung genannt werden. Die Theorie, wie zum Beispiel die Definition von Personalführung oder die klassischen Führungsinstrumente, erlernen wir. Jedoch ist es in der Praxis wesentlich, diese auch wirklich anwenden zu können (Motivation sowie Partizipation der Mitarbeiter*innen, Kritikfähigkeit etc.). Diese Entwicklung benötigt viel Übung, eine starke Selbstreflexion, starke Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, einen Spiegel von außen sowie Zeit.


Soft Skills in der Führung


Eine Führungskraft benötigt vor allem Offenheit. Offenheit neues zu lernen, sich darauf einzulassen und Fehler positiv betrachten zu können. Sowohl die Fehlerfreundlichkeit als auch Empathie machen eine starke Führungspersönlichkeit aus. Eigene Gefühle sowie Bedürfnisse benennen zu können und nahbar für die Mitarbeiter*innen zu sein zeigt große Stärke und schafft Verbundenheit.


Es sollte für ein gutes Miteinander auf eine klare Kommunikation geachtet werden. Dinge anzusprechen, wertschätzend und auf Augenhöhe, machen eine menschliche Führungspersönlichkeit aus. Allgemein sollte in Gesprächen eine Vorhersehbarkeit geschaffen werden. Was erwartet den Mitarbeitenden in diesem Gespräch, welche Zeit wird hierfür geplant und wird dem Mitarbeitenden ausreichend Vorbereitungszeit gegeben?

Durch genau diese wertschätzende Haltung können Führungskräfte Akzeptanz im Team erreichen. Da sie so auf Augenhöhe sprechen, die Mitarbeiter*innen partizipieren und genau hinschauen, was die eigenen Mitarbeiter*innen brauchen und wie die Zusammenarbeit gut gelingen kann.


Authentizität ist hierbei ebenfalls ein wesentlicher Faktor. So ist es ratsam, dass Führungskräfte genau hinschauen, ob die persönlichen Werte zu denen des Unternehmens passen. So können Fragen helfen wie: "Welche eigenen Werte erfüllen sich durch die Arbeit in diesem Unternehmen? Möchte ich das so leben?".


Soft-Skills als Geheimnis gelungener Führung


So kann hier festgehalten werden, dass die Soft-Skills das Geheimnis gelungener Führung darstellen. Ein wertschätzendes Miteinander sollte die Basis sein. Erkenne ich die Bedürfnisse und sehe die Diversität meiner Mitarbeiter*innen als Bereicherung an? Wir erreichen dadurch Akzeptanz im Team und können in schwierigen Entscheidungsprozessen unser Team besser im Gleichgewicht halten.


Bei der HP+ kann unter den Schwerpunkten Bildung, Beratung und Führung gewählt werden. Dabei erhalten die Fachschüler*innen einen umfassenden Einblick in alle Bereiche, können sich aber im dritten Lehrjahr vertiefend spezialisieren.


Die hier angesprochenen Soft-Skills sind für Heilpädagog*innen in jedem Arbeitsfeld und jeder Funktion von hoher Bedeutung. Daher finden wir Inhalte dazu übergreifend in unterschiedlichen Fächern.

In der Soziologie werden beispielsweise Kulturen, Gesellschaft, das Miteinander und die Kommunikation in Makrosystemen beleuchtet.

Die Heilpädagogik und Psychologie beschäftigt sich unter anderem individuell mit dem Einzelnen, wie Persönlichkeit, Wertesysteme und Fähigkeiten sich entwickeln und erlernt werden können.

In der Didaktik erlernen wir Methoden, wie Deeskalationstechniken und Modelle kennen, die uns in der Personalführung hilfreich sind.


Grundlegend werden die Inhalte online theoretisch erlernt, in der Präsenz gemeinsam vertieft und erprobt, sowie in der Praxis angewendet. Nach der Weiterbildung sollen Sie wirklich in der Lage sein das Erlernte anzuwenden.


Sollten Sie daran interessant sein in den Bereich der Führung zu gehen, so können Sie im dritten Lehrjahr intensive Erfahrungen an zwei Stunden die Woche in der Praxis vor Ort sammeln, sich theoretisch innerhalb Ihrer Facharbeit vertiefen und ein entsprechendes Projekt umsetzen. Damit sind Sie nicht nur gut für die Tätigkeit vorbereitet, Sie haben bereits Erfahrung und Erfolge vorzuweisen.


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